Baufachzeitung

23.04.2017

DEUBAU-Preis verliehen: Preisträger verwandeln Industriebrache in Stadtviertel

DEUBAU-Preis verliehen: Preisträger verwandeln Industriebrache in Stadtviertel

Der DEUBAU-Preis, gestiftet von der Stadt Essen und der Messe Essen GmbH, begeht sein silbernes Jubiläum. Der Förderpreis für junge deutsche Architektinnen und Architekten wird im Oktober bereits zum 25. Mal verliehen. 50 Teilnehmer mit Projekten im In- und Ausland wollten den Wettbewerb um menschenfreundliche Architektur mit sozialer Verantwortung für sich entscheiden – eine beachtenswerte Resonanz. Und die Sieger stehen bereits fest: Der DEUBAU-Preis 2014 geht an die junge deutsche Architektin Anne Kaestle, Duplex Architekten AG, Zürich/Düsseldorf, gemeinsam mit ihrem Büropartner Dan Schürch, in Arbeitsgemeinschaft (ARGE) mit Sabine Frei, und Kornelia Gysel, geschäftsführende Partnerinnen von Futurafrosch GmbH.

Siegerprojekt belebt ehemalige Industriebrache neu
Die Preisträger entwickelten für das Zürcher Hunzikerareal, die Industriebrache eines ehemaligen Betonwerks, insgesamt 450 Wohnungen, Läden, Restaurants, Arbeits- und Künstlerateliers, eine Kinderkrippe, eine Schule und eine Gästepension. Das Ziel des Projekts: »Keine Siedlung, sondern ein Stück Stadt.« Das Vorhaben wird seit Juni 2013 realisiert und soll bis spätestens 2015 fertiggestellt sein. 20 Prozent der Wohnungen sollen an anspruchsberechtigte Familien vergeben werden. Die 14-köpfige Fachjury überzeugte das Projekt, weil es mit innovativen Baukörpern Stadtraum und baulichen Kontext zugleich entwickelt und einen komplexen Ort entstehen lässt, der »zum Identitätsträger für einen wachsenden und sich verändernden Stadtteil werden kann.«

Wettbewerb um DEUBAU-Preis von sehr hoher Qualität gekennzeichnet
Die Entscheidung fiel den Juroren aufgrund der sehr hohen Qualität der eingereichten Arbeiten nicht leicht. Die Jury spricht deshalb zwei weiteren Finalisten ihre ausdrückliche Anerkennung aus: Franz Reschke, Franz Reschke Landschaftsarchitektur, Berlin, für »Orte der jüdischen Geschichte – Synagogenplatz« in Lviv, Ukraine und Dominikus Stark, Dominikus Stark Architekten, München, für »Education Center Nyanza« in Nyanza, Ruanda.

Entwürfe der Finalisten werden auf der DEUBAUKOM gezeigt
Offiziell verliehen wird der DEUBAU-Preis 2014 am 16. Oktober 2013 im Rahmen des 4. DEUBAUKOM-Pressetreffs, an dem neben der Baufachpresse namhafte Unternehmen der Bau- und Baustoffindustrie teilnehmen. Die Arbeiten aller 14 DEUBAU-Preis-Finalisten werden während der DEUBAUKOM, der wichtigsten Baufachmesse in Westdeutschland und den Benelux-Ländern, vom 15. bis 18. Januar 2014 in der Messe Essen ausgestellt.

Der DEUBAU-Preis
Der DEUBAU-Preis ist der bekannteste Förderpreis für junge deutsche Architektur. Seit 1964 wird die von der Stadt Essen und der Messe Essen GmbH gestiftete Auszeichnung alle zwei Jahre an Projekte verliehen, die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft übernehmen und sich für eine menschenwürdige Umwelt einsetzen. Der DEUBAU-Preis ist
mit 15.000 Euro dotiert. Bewerben können sich junge deutsche Architektinnen und Architekten, sofern sie das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Weitere Information unter: www.deubaukom.de und www.deubau-preis.de

 

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