Baufachzeitung

19.10.2017

Konzerthaus Harpa von Henning Larsen Architects

Harpa gewinnt den Mies-van-der-Rohe-Preis 2013
Harpa gewinnt den Mies-van-der-Rohe-Preis 2013
Harpa gewinnt den Mies-van-der-Rohe-Preis 2013

Das spektakuläre Konzert- und Konferenzzentrum Harpa in Reykjavik ist das neue Wahrzeichen von Island. Für das Konzerthaus wurden Henning Larsen Architects mit Batteríið Arkitektar und dem Studio Olafur Eliasson mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis 2013 ausgezeichnet. Der Preis ist zum ersten Mal an dänische Architekten vergeben worden.

Der Mies van der Rohe Award for European Architecture, wie er genau heißt, wurde 1987 von der Europäischen Kommission, dem europäischen Parlament und der Stiftung Mies van der Rohe - Barcelona, ins Leben gerufen wurde. Er wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 60.000 Euro dotiert. Er gilt als der renommierteste europäische Architekturpreis. 2013 wurden insgesamt335 architektonische Werke aus 37 europäischen Ländern für den Preis vorgeschlagen. Der Gewinner wurde von einer internationalen Jury ausgewählt.

Harpa Concert Hall, Reykjavik, Iceland from Pedro Kok on Vimeo.

Peer Teglgaard Jeppesen und Ósbjørn Jacobsen von Henning Larsen Architects, Sigurður Einarsson von Batteríið Arkitektar und Olafur Eliasson nehmen den Preis stellvertretend für alle Beteiligten entgegen. Harpa wurde im August 2011 eröffnet. Das Gebäude ist Teil eines Entwicklungsplans für das Gelände des Osthafens von Reykjavik. Das 28.000 Quadratmeter große Konzerthaus bietet Platz für vier Musik- und Konferenzsäle und hat die Stadt und den Hafen zusammen gebracht.

Harpa wendet sich der Stadt zu und der grundlegende architektonische Anspruch besteht darin, das Foyer des Hauses mit dem städtischen Raum zu verbinden. An den dunklen Winterabenden können die Konzertbesucher die Aussicht auf die beleuchtete Stadt genießen, während Harpa gleichzeitig als sichtbares Leben im Hafen wahrgenommen wird. Von der Stadt aus gesehen erscheint das Gebäude bei Nacht als dynamisches Spiel von Licht und Schatten.

Licht und Transparenz sind die Schlüsselelemente des Gebäudes. Die Fassaden entstanden aus der Zusammenarbeit von Studio Olafur Eliasson und Henning Larsen Architects. Die Südfassade besteht aus über tausend zwölfseitigen stapelbaren Modulen aus Glas und Stahl, die Olafur Eliasson »quasi bricks« nennt. Die anderen Fassaden sind aus Querschnitten dieser dreidimensionalen Elemente aufgebaut. In Abhängigkeit vom Wetter und von der Tageszeit verändert sich das Wechselspiel von Reflexion und Transparenz, wodurch die Bedeutung des Tageslichts für unsere Auffassung des Gebäudes hervorgehoben wird.

Team von Henning Larsen Architects
Verantwortlicher Partner für das Design: Peer Teglgaard Jeppesen
Verantwortlicher Partner für die Verträge: Mette Kynne Frandsen
Verantwortliche Architekten für das Design: Ósbjørn Jacobsen und Ingela Larsson
Projektleiter: Klavs Holm Madsen
Fassadenexperte: Steen Elsted Andersen
Architekten: Anders Nielsen, Andrea Tryggvadóttir, Anne Marie Galmstrup, Birthe Bæk, David Garcia, Debbi Hededam Thuesen, Diana Arsovic Hareskov Nielsen, Elizabeth Balsborg, Filip Lyders Francati, Hannibal Hink, Helga Vilmundardóttir, Ina Borup Sørensen, Julie Daugaard Jensen, Jørgen Olesen, Jørn Kiesslinger, Katja Brandt Lassen, Kristian Svejborg Olesen, Lars Harup, Leif Andersen, Leonardo Paes Resende, Lisbeth Leth-Sonne, Mai Svanholt, Martha Lewis, Matthias Lehr, Mette Landorph, Merete Alder Juul, Mikkel Hune, Morten Hauch, Niels Gravergaard, Rasmus Haak, Silke Jörgenshaus und Vanda Oliveira

Team von Batteríið Arkitektar
Verantwortlicher Partner: Sigurður Einarsson
Architekten: Soffía Valtýsdóttir, Jón Ólafur Ólafsson, Guðmundur Ósvaldsson, Arnar Skjaldarson, Sigurbjartur Loftsson, Ingvi Þorbjörnsson, Grétar Snorrason, Áslaug Elísa Guðmundsdóttir, Jón Benjamín Einarsson, Þórdís Halldórsdóttir, Ellen Tyler, Arnór Skúlason, Anders Möller Nielsen, Erlingur Snær Erlingsson, Hjálmar Örn Guðmarsson, Berta Ósk Stefánsdóttir, Tryggvi Tryggvason und Christian Faurschou

Team von Studio Olafur Einarsson
Verantwortlicher Architekt: Sebastian Behmann
Architekt: Ben Allen
Geometrieentwicklung: Einar Thorsteinn

Fotos: Nic Lehoux

 

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