Baufachzeitung

27.06.2017

Baulogistik Baufachzeitung

Multilinien-Laser erleichtert Fluchten, Nivellieren und Loten an Wänden, Decken und Böden

Kompakt, robust und mit gut sichtbaren Linien: Der Multilinien-Laser Quasar4 von Nedo ist für den Innenausbau eine hochpräzise und leicht zu handhabende Alternative zu teuren und schweren Rotationslasern. Quelle: Nedo GmbH & Co. KG
Die variabel zu- und abschaltbaren Laserlinien erleichtern etwa das Ausrichten von Fenstern und Türen in einer Flucht aber auch die Positionierung einer Lampe genau über dem Tischmittelpunkt oder das präzise Verlegen von Fliesen. Quelle: Nedo GmbH & Co. KG
Da die Horizontlinie durch drei, sich überlappende Laserdioden gebildet wird, ist ihre Leuchtstärke über den gesamten Umfang gleich bleibend hoch. Quelle: Nedo GmbH & Co. KG

Wasserwaage, Winkel und Schlagschnur sind zwar im Bau altbewährt, stoßen aber spätestens dort an ihre Grenzen, wo Fluchten über weite Strecken angelegt oder von Wand zu Wand übertragen werden sollen. Rotationslaser, wie sie im Außenbereich genutzt werden, könnten hier helfen, sind allerdings aufgrund ihrer Elektronik sehr teuer und erzeugen zudem keine homogenen Laserlinien. Eine Alternative dazu bietet seit kurzem der Quasar4-Multilinien-Laser der Nedo GmbH & Co. KG. Das handliche und bis ±3,5° Abweichung selbstnivellierende Gerät projiziert mit drei Laserquellen eine homogene 360°-Horizontallinie in den Raum. Zusätzlich können zwei vertikale Ebenen im rechten Winkel sowie ein Lotstrahl nach unten eingeblendet werden, die eine exakte Ausrichtung bei Arbeiten an Decken und Böden erleichtern. In Verbindung mit einer Multifunktionshalterung lassen sich so unterschiedlichste Aufgaben vom Trockenbau über die Fenster- und Türenmontage bis zum Fliesenlegen oder Aufhängen von Lampen einfach und präzise realisieren. Erstmals vorgestellt wurde der Quasar4 auf der diesjährigen fensterbau/frontale in Nürnberg.

Herzstück des neuen Systems sind drei horizontal ausgerichtete Laserdioden der Klasse 2 M, die überlappend jeweils einen Winkel von 150° abdecken. „Die Überschneidungen gleichen dabei die Abschwächung der Lichtstärke an den Randbereichen aus, wodurch eine nahezu gleich bleibend leuchtstarke 360°-Linie sichergestellt wird“, erklärt Dr. Thomas Fischer, einer der Geschäftsführer von Nedo. Die Sichtbarkeit ist damit deutlich besser als bei Geräten mit nur einer oder zwei Dioden, die aufgrund einer ungleichmäßigen Ablenkung des Lasers hellere und dunklere Abschnitte erzeugen. Der maximale Abstand zur Wand kann mit diesem System unter normalen Bedingungen bis zu 20 m betragen, bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder Abständen bis 50 m sorgt die Pulsfunktion des Lasers in Verbindung mit einem optionalen Laserempfänger für eine zuverlässige Erfassung der Strahlen.

Einfache Ausrichtung selbst für Decken- und Bodenarbeiten
Neben der horizontalen Linie lassen sich mit dem Quasar4 außerdem zwei vertikale Ebenen erzeugen, die sich an der Decke rechtwinklig schneiden und ab einem Abstand von 15 cm vom Gerät auch auf dem Boden gut zu erkennen sind. Dies erleichtert beispielsweise Fliesen- oder Parkettlegern die exakte Ausrichtung des Belags. Ebenso vereinfacht ein Lotpunkt senkrecht unterhalb des Linienlasers und des oberen Linienschnittpunktes die Übertragung von Markierungen vom Boden auf die Decke, etwa zum Platzieren einer Lampe. Alle Linien können dabei je nach Bedarf zu- und abgeschaltet werden.

Zudem ist das Gerät – anders als die meisten Systeme auf dem Markt – als rotationssymmetrischer Zylinder konstruiert, so dass der Schnittpunkt aller Laserebenen genau im Zentrum sitzt. Diese Übereinstimmung von Lotpunkt und Drehachse ermöglicht eine sehr flexible Benutzung: Bei Bedarf kann der Quasar4 einfach umgesetzt und intuitiv neu orientiert werden, da kein Versatz mit einberechnet werden muss. Der Laser richtet sich dabei mittels eines eingebauten Pendels bis zu einer Schrägstellung von ±3,5° selbsttätig waagerecht aus, bei größeren Abweichungen blinken die Linien als Warnzeichen. Eine Magnetdämpfung sorgt dafür, dass das Pendel schon kurz nach dem Platzieren wieder stillsteht, damit die Laserstahlen ruhig auf die Wand treffen und die Nivelliergenauigkeit von ±0,3 mm/m erreicht wird.

Flexibel einsetzbar dank Universalhalter oder Teleskopstangenadapter
Das Gehäuse des Lasers ist mit einem Durchmesser von 80 mm und 130 mm Höhe sehr kompakt und handlich, gleichzeitig aber nach IP54 spritzwassergeschützt und dank eines Bodenteils aus Aluminium-Guss robust genug, um den harten Einsatzbedingungen auf der Baustelle widerstehen zu können. Über ein ⅝“-Gewinde kann der Quasar4 auf jedem handelsüblichen Stativ fixiert werden. Daneben verfügt er über eine Aufnahme zur Befestigung an einem Simplix-Universalhalter, mit dem der Laser unter anderem problemlos an Rohre geschnallt, an Deckenprofile geklemmt oder magnetisch an Stahlträger geheftet werden kann. Die vielseitige Halterung erlaubt ein ruckfreies Drehen des montierten Geräts um 360° und ist mit einer speziellen Öffnung im Boden versehen, so dass der Lotpunkt weiterhin nach unten abgestrahlt werden kann. „Ergänzend dazu haben wir vor Kurzem für Teleskopklemmstangen einen Adapter mit ⅝“- und ¼“-Gewinde sowie einer magnetischen Fläche für den Simplix entwickelt“, so Fischer. Damit kann der Multilinien-Laser auch unter beengten Verhältnissen, die nicht für ein Stativ ausreichen, sicher aufgebaut und ausgerichtet werden.

Betrieben wird der Quasar4 wahlweise mit vier handelsüblichen AA-Batterien oder entsprechenden Akkus. Die Betriebsdauer reicht mit bis zu 18 Stunden für einen ganzen Werktag aus, Arbeitsunterbrechungen zum Aufladen werden so vermieden. Nedo bietet das neue System in zwei Ausführungen an: Das Basispaket umfassten den Laser, eine Zieltafel, eine Laserbrille, Batterien und einen robusten Transportkoffer. Das Quasar4-Simplix-Set enthält darüber hinaus die Multifunktionshalterung sowie eine Akkuladeschale und passende Akkus mit geringer Selbstentladung.

Nedo GmbH & Co. KG, www.nedo.com

 

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