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21.10.2017

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Hotel und Gesundheitszentrum Lanserhof am Tegernsee

Hotel und Gesundheitszentrum Lanserhof am Tegernsee von Ingenhoven Architects aus Düsseldorf
Hotel und Gesundheitszentrum Lanserhof am Tegernsee von Ingenhoven Architects aus Düsseldorf
Hotel und Gesundheitszentrum Lanserhof am Tegernsee von Ingenhoven Architects aus Düsseldorf
Hotel und Gesundheitszentrum Lanserhof am Tegernsee von Ingenhoven Architects aus Düsseldorf

Der Entwurf zum Hotel- und Gesundheitszentrum in Marienstein am Tegernsee stammt von Ingenhoven Architects aus Düsseldorf. Rubner Holzbau mit Sitz in Augsburg zeichnet für die gesamte Außenhülle, eine Holz-Glas-Fassade inklusive Sonnenschutz, verantwortlich. Die Bauzeit hierfür betrug neun Monate. Am 5. Januar 2014 wurde das Hotel eröffnet.

Am Fuße des Tegernsees gelegen, bietet der Lanserhof auf einer Gesamtfläche von 21.000 Quadratmetern seinen Gästen ausreichend Platz für Erholung und Entspannung. Das Hotel umfasst 70 großzügige Zimmer und Suiten. Der zum Lanserhof gehörende 5.000 Quadratmeter große Behandlungsbereich hält ein auf dem LANS Med Concept basierendes breit gefächertes Portfolio an diagnostischen, therapeutischen und kosmetischen Angeboten bereit. Im Innern des Gebäudekomplexes dominieren helle, zurückhaltende Farben und Formen, natürliche Materialien und viel Licht, was das Konzept des Lanserhofs widerspiegelt: gesund werden und gesund bleiben.

Das 80 mal 80 Meter große, dreigeschossige Gebäude wurde nach dem Vorbild einer Klosteranlage mit Innenhof konzipiert. Die vier Flügel gliedern sich in vertikale architektonische Einheiten, welche in den oberen beiden Geschossen die Zimmer, im unteren Geschoss (Gartengeschoss) den Eingangsbereich, die Hotellobby, Restaurant, Bar und Anwendungen beherbergen. Die umlaufende Gebäudehülle besteht aus einer ca. 3.500 Quadratmeter großen, 3-fach verglasten Fläche, die von einer schlanken Pfosten-Riegel-Struktur aus unbehandeltem Lärchen-Brettschichtholz (60 x 180 Millimeter) gestützt wird. Um sowohl erhöhte Schallschutzanforderungen (R’w,R 50 dB) als auch Brandschutzeigenschaften (F 90) zu erfüllen, kamen beispielsweise im Bereich der Zimmertrennwände sowie der Behandlungsräume speziell angefertigte Sonderpfosten zum Einsatz.

Die Deckleisten im Untergeschoss außen sind aus Aluminium-Bronze-Eloxal gefertigt, die der Zimmergeschosse aus Lärchenholz. Bei den Schiebetüren im Eingangsbereich handelt es sich um Sonderanfertigungen aus Holz und Bau-Bronze-Beschlägen, die Türen der Zimmer bestehen aus Holz-Aluminium sowie aus Holz-Aluminium mit Bau-Bronze-Beschlägen.

Nach Außen öffnen sich die beiden oberen Geschosse zu Balkonen mit auskragenden Flügeldächern in Stahlbeton. Die Balkone werden von Glas- sowie von Verschattungs- bzw. Sichtschutzelementen aus Lärchenholzlamellen begrenzt. Diese sind teilweise als Schiebeelemente konzipiert und wurden von einer lokalen Holzbaufirma gefertigt und montiert. Die dem Gebäude vorgestellte Struktur wird im Untergeschoss fortgeführt. Das harmonische Wechselspiel der Fassade aus Holz, Glas und Luft, welche das gesamte Gebäude umläuft, prägt das zeitgemäße Erscheinungsbild des Lanserhofs.

Die Fassaden der Zimmergeschosse im Innenhof sind ebenso begrünt wie das Dach. Damit fügt sich die Anlage harmonisch in die umgebende Landschaft ein und unterstreicht das Konzept des Lanserhofs als Rückzugs- und Entspannungsort.

Baujahr: 2012-2014
Architekt: Ingenhoven Architects, Düsseldorf
Holz-Glas-Fassade: Rubner Holzbau, Augsburg
Standort: Marienstein/Waakirchen

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