Baufachzeitung

19.10.2017

Software + Hardware

Die passende IT-Architektur für Architekten und Planer

Rolf Schulte, Klaus Ankner, Bjoern Semjan, Jochen Buchholz

Für Klaus Ankner bedeutet Gewerbe-Architektur nicht nur die durchdacht gestaltete Laden- oder Verkaufsfläche: „Die Architektursprache muss eine Antwort auf die Frage finden, wie man sich als Unternehmen eine eigene Identität zulegt.“ Zusammen mit seinem Geschäftspartner Jochen Buchholz hat er sich Anfang 2013 selbständig gemacht, nachdem beide schon jahrelang als Kollegen in einem Planungsbüro zusammen gearbeitet hatten. Seit März beraten sie als „AB Architekten“ Marken und Unternehmen in Sachen Einzelhandel, Gewerbebau und Projektabwicklung bei Unternehmens-Expansionen, von der Objektsuche bis zur Gestaltung der Gebäude und der Innenarchitektur, also vom Büro-Sessel über die Gebäudefassade bis hin zur Corporate Identity.

„Wir wollten von Anfang an eine IT-Struktur haben, die bei unseren Geschäftspartnern Vertrauen schafft“
Auch die beiden Gründer mussten sich zuerst nach passenden Räumlichkeiten umschauen, die auch gleich genug Platz für acht Arbeitsplätze für die ersten Mitarbeiter bieten sollte. Schnell war den beiden klar, dass an einer professionellen IT-Umgebung für sie kein Weg vorbei führt: „Wir hätten natürlich einfach ein paar Laptops hinstellen, unsere Software dort installieren und loslegen können. Wir wollten jedoch von Anfang an eine IT-Struktur haben, die auch bei unseren Geschäftspartnern Vertrauen schafft und uns dabei hilft zu zeigen, dass ihre Projekte bei uns in guten Händen sind“, erklärt Klaus Ankner.

Beide hatten auch genaue Vorstellungen vom Budget: „Wir wollten die Erstinvestition möglichst gering halten, aber brauchten etwas, auf dem wir aufbauen konnten und das uns flexibel agieren lassen konnte. Damit wir reagieren können, sobald unsere Firma mit einem Schlag größer wird. Andererseits wollten wir nicht gleich einen riesigen IT-Apparat, weil wir nicht abschätzen konnten, wohin die Reise geht. Wir hatten gehört, dass es in Ulm ein Systemhaus gibt, das professionelle IT-Umgebungen auch mit teilweise gebrauchter Hardware realisieren kann.“

„Das ist wie bei einem Bauprojekt. In der Anfangsphase kann man am meisten Geld einsparen, später funktioniert das immer weniger.“
Die systemzwo group aus Ulm ist als IT-Dienstleister spezialisiert auf mittelständische Unternehmen und Start-Ups, für die sie maßgeschneiderte hochverfügbare, virtuelle Speicherumgebungen aus ihrem eigenen Rechenzentrum zur Verfügung stellt. Die Geschäftsführer, Björn Semjan und Rolf Schulte, setzten sich persönlich in mehreren Gesprächen mit dem Business der Neugründer auseinander und erarbeiteten zusammen mit ihrem Team die optimalste Lösung für die Architekten. Klaus Ankner: „Gerade die erste Phase der Unternehmensgründung ist entscheidend. Wie stellen wir uns als Firma auf, welchen Workflow etablieren wir in der täglichen Arbeit? Was ist unsere mittelfristige Perspektive? Dafür muss das Fundament richtig stehen. Das ist wie bei einem Bauprojekt. In der Anfangsphase kann man am meisten Geld einsparen, später funktioniert das immer weniger.“

Das Konzept ist wichtiger als die Frage, welche Hardware
Für das Architektenbüro stellte systemzwo ein Paket aus PCs und Notebooks für sechs Arbeitsplätze zusammen, dazu kamen acht 24-Zoll-Monitore und ein DIN-A3-Laserfarbdrucker, alles zu 50 Prozent aus Gebrauchtbeständen, generalüberholt und mit der wichtigsten Software ausgerüstet. Ankner: „Björn Semjan und Rolf Schulte wollten uns vorrangig von ihrem Konzept überzeugen, und haben uns nie das Gefühl gegeben, dass sie nur ihre Hardware an den Mann bringen möchten. Das war wichtig für unsere Positionierung. Das System ist wichtiger als das Produkt. Lieber etwas Gebrauchtes, das aber in Kombination mit den übrigen Geräten einwandfrei läuft, als ein brandneues Gerät, das nicht ins System passt. Die richtige Kombination der verschiedenen Bausteine, darauf kommt es an.“

Kostbare Daten und Know-how bleiben in greifbarer Nähe. Internationale Cloudanbieter kommen nicht in Frage
Auch die Einbindung von Smartphones und Tablets (Mobile Device Management) berücksichtigte das systemzwo-Team bei der Planung. Schließlich möchte man seine Mails vom sicheren Firmenserver auch von unterwegs abrufen. Eine besondere Anforderung der Architekten war ihre tägliche Arbeit mit den 3D-Zeichenprogrammen (kurz CAD genannt), die oft ein überdurchschnittliches Datenaufkommen produzieren, mit relativ großen Dateien, die schnell eine Menge Festplattenspeicher auffressen und hohe Ansprüche an die Grafikkarten der Rechner stellen. Außerdem ist für Architektenbüros ein zentraler Server, auf dem mehrere Mitarbeiter gleichzeitig an einem Projekt arbeiten können, unerlässlich. Auch der Firmenserver wurde teilweise aus gebrauchten Elementen realisiert, gleichzeitig aber redundant aufgesetzt, durch eine Spiegelung im Rechenzentrum von systemzwo. Damit war auch die Frage, ob man sich für einen der internationalen Cloudanbieter entscheidet hinfällig. Die Daten der Architekten, gleichzeitig ihr kostbares Know-how, bleiben in Ulm und sind im Falle eines Ausfalls vor Ort bei systemzwo in greifbarer Nähe.

Kosten für das zukünftige Wachstum kalkulierbar
Jetzt ist alles ideal aufgesetzt für die „AB Architekten“ und das zukünftige Wachstum bereits in die IT-Struktur einkalkuliert. Falls notwendig, lassen sich schnell und unkompliziert neue Arbeitsplätze, Telefone und mobile Endgeräte einbinden und der Speicher auf dem Server erweitern. Die Kosten dafür sind ganz eindeutig kalkulierbar, das Wachstum damit planbar. Die sinnvolle Erstinvestition von zirka 15.000 Euro in die IT lag im Rahmen des Budgets für die Firmengründung der Architekten.

systemzwo group GmbH, www.sz-group.de

 

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