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Ein Jahrhundert nach seiner Gründung ist das Bauhaus en vogue wie nicht einmal in seiner industrialisierten Hochphase in Dessau. Das liegt selbstverständlich an den groß angelegten Marketing-Maßnahmen im Rahmen des (mindestens) bundesweit zelebrierten Jubiläums. Im Zuge dessen widerfährt der einst zeitgeistbildenden Kunstschule – bis auf wenige Ausnahmen – allerdings etwas, das ihre Begründer um Walter Gropius bei ihrem Antritt grundlegend zu verändern gedachten: Die Überfrachtung mit Historischem und mithin der Verlust der Konzentration auf die Funktionalität.

Wenn 2019 im ganzen Land Bauhaus-Museen eröffnet haben, in Berlin ein mehrtägiges Festival veranstaltet wurde, deutschlandweit Entdeckungsreisen durch die an diversen Standorten manifestierten und sorgfältig musealisierten Spuren der modernen Avantgarde angeboten werden und unzählige Ausstellungen locken, geschieht in erster Linie eines: Retrospektive. Dass es den Gründern des Bauhauses aber um Innovation, Fortschritt, ja, sogar um nicht weniger als eine ästhetische und pädagogische Revolution ging, lässt sich – besonders im Kontext des naturgemäß rückwärts gerichteten Anlasses eines Jubiläums – schwierig in die heutige Zeit transportieren.

Dabei bietet die Denkschule des Bauhauses höchst aktuelle Ansätze und Methoden, die im verarbeitenden Gewerbe häufig längst implementiert sind. Wenn „form follows function“ über die Displays in der Zentrale des Messebauunternehmens mac in Langenlonsheim flimmert, ist das weit mehr als eine Plattitüde. „Die Integration von Kunst, Ästhetik, Design und Handwerk sowie die ganzheitliche Art des Denkens haben das Bauhaus damals zu einer europaweiten Strömung gemacht“, erklärt der Leiter der Architekturabteilung von mac, Michael Becker. „Heute finden wir das bei uns im gesamten Prozess wieder, von der Gestaltung über die Herstellung bis zur Montage von Messeständen.“

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Als Gestalter fällt es oft schwer, „vom Produkt aus“ zu denken, die Funktionalität kann wie eine hemmende Barriere im kreativen Design-Prozess empfunden werden. Im Messebau ist das allein durch die Konstellation zwischen Kunde und Dienstleister vorgegeben, bei mac wurde daraus eine Art goldener Weg entwickelt. Unter dem Dach des „Messebauhauses“ in Langenlonsheim entwickeln die heutigen „Formmeister“ – also Designer, Programmierer, Grafiker – gestalterische Konzepte von Messeauftritten gemeinsam mit den Kunden und unter der Maßgabe der zu kommunizierenden Markeninhalte und -botschaften. Bereits in diesem Stadium werden die technischen Gegebenheiten, die häufig sehr engen Zeitfenster, die Umstände der Produktion und natürlich der finale Nutzen für den Kunden in der Messehalle mitgedacht. Die heutigen „Werkmeister“ wirken auf die Prozesskette ein. Bei mac geschieht dies auf dem ganz kurzen Dienstweg: Zwischen der Handwerkerstadt, in welcher die gesamte Produktion mit Schreinerei, Schlosserei, Lackiererei und einigen weiteren Gewerken angesiedelt ist, und den Designer-Büros liegen nicht einmal 100 Meter. Von hier aus werden individuell angefertigte oder konfektionierte Messeaufbauten zu Messen auf dem gesamten Globus geliefert und dort montiert.

Es ist der holistische Ansatz, also das ganzheitliche Durchdenken des Prozesses, welcher der Schule des Bauhauses entspringt und der heute der mac im „Messebauhaus“ zum Vorteil #gereicht. Die konzeptionelle Vereinfachung und Abstraktion des kreativen Prozesses an sich liefert heute bei mac – wie einst in Weimar und Dessau – grundlegende Module der architektonischen Gestaltung zu Tage. Ein plastisches Praxisbeispiel seien „skalierbare Messeauftritte“, wie Becker erläutert. „Ein großes Rollout bei der Hannover-Messe könnte im XL-Format Pate stehen für minimierte Versionen bis hin zu kleinsten Auftritten, die durch die Verwendung der grundlegenden Formensprache die Marke des Kunden gleichermaßen repräsentieren.“

Ein Jahrhundert nach seiner Gründung und 86 Jahre nach seinem Ende lebt das Bauhaus weiter. Viel deutlicher als in Events, Festivals und retrospektiven Ausstellungen wird dies in der täglichen Arbeit bei mac im „Messebauhaus“ spürbar.

mac messe- und ausstellungscenter Service GmbH, www.mac.de

Fotos: mac messe- und ausstellungscenter Service GmbH



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