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Brücke über die Maas bei Cuijk


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Im Herbst 2020 wurde in den Niederlanden eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer fertiggestellt, bei deren Errichtung Systeme der NOE-Schaltechnik zum Einsatz kamen. Das Ingenieurbauwerk stellt für die Nutzer eine Erleichterung dar, weil es ihnen einen 2,5 Kilometer langen Umweg erspart.

Der MaasWaalpad ist ein Fahrradweg, der die niederländischen Gemeinden Nimwegen, Malden, Mook und Cuijk verbindet. Bislang barg die Strecke einen 2,5 Kilometer langen Umweg, der die Nutzer zudem auch noch in die Nähe der Autobahn brachte. Mit dem Bau einer Brücke über die Maas bei Cuijk hat dies ein Ende. Das Ingenieurbauwerk ist ausschließlich Radfahrern und Fußgängern vorbehalten, wobei der Gehweg 1,5 Meter und der Radweg 4,0 Meter breit ist.

Die Radbrücke ist in ihrem Erscheinungsbild der benachbarten Eisenbahnbrücke angepasst. Foto: NOE-Schaltechnik
Die Radbrücke ist in ihrem Erscheinungsbild der benachbarten Eisenbahnbrücke angepasst. Foto: NOE-Schaltechnik

Die Brücke hat eine Länge von insgesamt 215 Metern und besteht aus drei Abschnitten. Zwei davon führen über das Überschwemmungsgebiet links und rechts des Flussufers. Eines überspannt den Fluss namens Maas und ist 145 Meter lang. Für die Gestaltung dieses Abschnitts haben sich die Verantwortlichen an dem äußeren Erscheinungsbild der Eisenbahnbrücke orientiert, die sich nur 20 Meter neben dem neuen Bauwerk befindet. Beide besitzen eine Fachwerkkonstruktion, wobei sich die der Fußgänger-Radbrücke dank ihrer Bogenform noch ein bisschen besser in die Landschaft einfügt. Die Fahrbahnplatten und Stützen der gesamten Brücke sind aus Beton.

Betonstützen

Vor allem die beiden Brückenpfeiler, die sich in direkter Nachbarschaft zum Fluss befinden, d. h. die Lasten des Fachwerks in den Untergrund leiten, sind besonders auffällig. Sie neigen sich mit einem Winkel von 75 Grad zum Wasser hin und lenken so den Blick des Betrachters auf den schönsten Abschnitt der Brücke, und zwar den, der über die Maas führt. Die Brückenpfeiler haben eine Dicke von 2,49 Metern. Um Bootsfahrern, Seglern und anderen Passanten, die sich auf dem Fluss befinden, einen Blick in die Au zu ermöglichen und der Brücke ein elegantes Erscheinungsbild zu verleihen, wurde das Innere dieser Pfeiler – soweit es die Statik zulässt – geöffnet.

Aus ästhetischen Gründen verjüngen sich die Stützen von oben nach unten. Foto: NOE-Schaltechnik
Aus ästhetischen Gründen verjüngen sich die Stützen von oben nach unten. Foto: NOE-Schaltechnik

Da die Planer bei ihrem Entwurf darauf achteten, dass die Brücke symmetrisch aufgebaut ist – was zu ihrem harmonischen Erscheinungsbild beiträgt –, ist die Anzahl der Stützen auf beiden Flussufern gleich. Das bedeutet, neben den beschriebenen, schräg gestellten Pfeilern gibt es noch vier weitere. Sie sind mit 1,2 Meter etwas schlanker. Die Stützen haben eine Höhe von ca. 9 Metern und eine Breite von 4,5 Metern, wobei sie sich von unten nach oben leicht verjüngen und abgerundete Ecken besitzen.

Schalung

Das Baukonsortium Züblin-HSM wurde als Generalunternehmer beauftragt, die Brücke zu errichten. Seine Mitarbeiter erstellten die Fundamente, auf dem die Brückenpfeiler stehen. Diese befinden sich in einer Tiefe von bis zu einem Meter. Bei der Suche nach einem geeigneten Schalungslieferanten entschieden sich die Verantwortlichen für die NOE-Schaltechnik. Diese lieferte mit der NOEtop ein System, das sich bereits auf zahlreichen Baustellen bewährt hat. Es ist dank seiner Feuerverzinkung, die sowohl innen als auch außen angebracht ist, äußerst robust und zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Dank der integrierten Gurtung kann es sowohl als Rahmen- als auch als Trägerschalung verwendet werden.

Die XXL-Version der NOEtop ermöglicht es, eine Fläche von über 14 m² ohne einen einzigen Schalstoß zu betonieren. Foto: NOE-Schaltechnik
Die XXL-Version der NOEtop ermöglicht es, eine Fläche von über 14 m² ohne einen einzigen Schalstoß zu betonieren. Foto: NOE-Schaltechnik

Alle Schaltafeln sind mit Gussecken und einer einheitlichen Profilstärke ausgestattet. Für das System bietet der Hersteller eine Vielzahl unterschiedlicher Schalungsabmessungen an, die stehend oder liegend miteinander kombiniert werden können. Dabei hält die Schalung stets einem Betondruck von 88 kN/m² stand – unabhängig davon, wie die einzelnen Elemente zusammengestellt sind. Bei dem niederländischen Brückenbauwerk kam vor allem die XXL-Version der NOEtop zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine der größten Schalplatten, die auf dem Markt sind. Sie erlaubt es, eine Fläche von über 14 m² ohne einen einzigen Schalungsstoß zu erstellen. Zum Gießen der schrägen Pfeiler wurden diese über die gesamte Höhe der Schalung verspannt. Um die abgerundeten Seiten der Pfeiler in einem Arbeitsschritt erstellen zu können, wurde eine Sonderschalung aus Holz erstellt. Dank der integrierten Gurtung der NOEtop ließ sich die Sonderschalung sehr einfach mit der Standardschalung verbinden. Obwohl die Bauarbeiten mit einigen Hindernissen verbunden waren – auf dem Gelände befanden sich Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg, die unschädlich gemacht werden mussten –, konnte die Brücke wie geplant im Herbst fertiggestellt und von Radfahrern und Fußgängern benutzt werden.

www.noe.de