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Gefährlicher Legionellenbefall in Deutschland nimmt deutlich zu – das hilft dagegen


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Sie sind mikroskopisch klein, leben im warmen Wasser und sind äußerst schädlich für Menschen: Legionellen. Diese stäbchenförmigen Bakterien kommen besonders oft in Wasserleitungen vor und gelangen dann über Wasserdampf in die Lunge. In der Folge kann es zu hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Reizhusten, Atemnot, Kopfschmerzen und Erbrechen kommen. Doch es gibt einige Methoden, um einen Legionellen-Befall zu verhindern.

Das muss beachtet werden

Um einen Legionellen-Befall zu verhindern, können mehrere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Legionellen vermehren sich in Süß- und Salzwasser bei einer Temperatur von 25 °C bis 50 °C am schnellsten. Ab 60 °C sterben sie allerdings ab. Alle Wasserleitungen sollten deshalb regelmäßig für mehrere Minuten mit heißem Wasser gespült werden, um eventuelle Legionellen aus den Leitungen heraus zu spülen. Vermieter sind zudem verpflichtet Kontrollen durchführen zu lassen.

Dasselbe gilt für Hotels und Vereinsstätten. Bei einem Legionellen-Befall sind die Betreiber verpflichtet sofort zu reagieren. Einzige Ausnahme: Wenn weniger als 100 KBE/100ml im Wasser festgestellt wurden, sind keine Maßnahmen notwendig. KBE bedeutet koloniebildende Einheiten. Trotzdem sollte das Leitungssystem auch bei geringer Legionellen-Konzentration auf mögliche Schwachstellen, wie stagnierendes Wasser oder geringe Temperaturen überprüft werden. Kritisch wird es bei mehr als 100 KBE. Dann muss der Betreiber erforderliche Schutzmaßnahmen umsetzen, der Ursache nachgehen und eine Gefährdungsanalyse erstellen. Falls diesen nicht nachgegangen wird, droht eine Geldbuße von bis zu 25.000€ und eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.

Legionellenfilter als Sicherheitsvorkehrung

Eine mögliche Schutzmaßnahme ist das Installieren sogenannter Legionellenfilter. Diese halten Legionellen sicher zurück. Die endständigen Filter sorgen für steriles Wasser und verhindert eine Infektion mit Legionellen. Die Filter halten je nach Sedimentbelastung 2 bis 6 Monate.

Solche Filter sind für Hotels, Pflegeeinrichtungen oder anderen Verwaltungen von großem Vorteil, da enorme Kosten gespart werden können. Zimmer müssen mit einem adäquaten Legionellenfilter für die Dusche nicht über lange Zeit gesperrt werden, sondern schnell und einfach installiert werden, um den Betrieb wieder aufzunehmen, ohne die Gesundheit der Gäste oder Mieter zu gefährden. Das Einatmen von gesundheitsschädlichen Wasserdämpfen wird verhindert. Und nicht nur beim Duschen, sondern auch bei Wasser aus dem Wasserhahn oder der Badewanne ist ein solcher Filter als Vorsichtsmaßnahme von Vorteil. Solche Legionellenfilter für den Wasserhahn sind sehr einfach und schnell zu montieren und können gegebenenfalls ohne Probleme wieder entfernt werden.

Es ist sinnvoll, rechtzeitig auf den steigenden Legionellenbefalls zu reagieren, und einen möglichen Engpass von Legionellenfiltern entgegenzuwirken, indem ein Vorrat angelegt wird.

Risiko für Legionellen-Befall höher durch Covid-Maßnahmen

Auch die Coronapandemie ist indirekt für einen Anstieg der Legionellen-Infektionen verantwortlich. Denn durch den langwierigen Lockdown wurden in vielen Vereinsheimen, Sportanlagen oder Schwimmbädern seit Monaten nicht mehr die Wasserleitungen benutzt. Und selbst wenn Wasser nur einige Wochen lang nicht fließt, können sich Legionellen darin rasend schnell vermehren. Und überall, wo Wasserdampf entsteht, welcher eingeatmet werden kann, also in Duschen, Whirlpools und sogar Autowaschanlagen, können Legionellen ein großes Problem sein und die Legionärskrankheit auslösen, welche schwerwiegende Lungenentzündungen zur Folge haben kann. Aufgrund dieser kommt es in Deutschland jährlich zu mehreren hundert Todesfällen, die Dunkelziffer könnte sogar bei mehreren tausend liegen. Denn Legionellen-Infektionen bleiben oftmals unerkannt, da die Symptome sich mit vielen anderen Krankheiten, unter anderem dem Coronavirus, überschneiden.

Legionellen sollten nicht unterschätzt werden

Damit sollte klar sein, dass eine mögliche Legionellen-Kontamination äußerst ernst genommen und sofort entsprechend gehandelt werden muss. Für Vermieter und Hotelbetreiber bietet es sich an Flyer oder Pamphletes aufzuhängen, um alle Mieter oder Gäste auf das Problem hinzuweisen. Entsprechende Aushänge bei Legionellenbefall finden sich online. Da eine vollständige Desinfektion mehrere Wochen Zeit in Anspruch nehmen kann, empfehlen sich Legionellenfilter als Möglichkeit um schnell und einfach Maßnahmen zu ergreifen, um alle Betroffenen vor einer Infektion zu schützen. Besonders für Raucher, Menschen mit schwachem Immunsystem und ältere Menschen kann ein Legionellen-Befall schnell kritisch werden. Deshalb lohnen sich solche Filter als Präventivmaßnahme auch in Altersheimen und Pflegeeinrichtungen.

Urlauber aufgepasst

Doch auch im Ausland können die gefährlichen Bakterien vorkommen. Im Urlaub sollten deshalb vorsichtshalber einige Vorkehrungen getroffen werden. Besonders in warmen Gebieten ist es zu empfehlen, Duschen und Wasserhähne im Hotel oder der Ferienwohnung erst einmal mehrere Minuten heißt durchlaufen zu lassen, bevor sie genutzt werden. Idealerweise sollte dabei nicht direkt daneben gestanden werden und es sollte eine entsprechende Belüftung vorhanden sein, um den eventuell schädlichen Wasserdampf abzusaugen. Dadurch kann gewährleistet werden, dass der Urlaub nicht im Krankenhaus endet.