Bautechnik

Bronzefarbenes Sonnenschutzgewebe


AnzeigeBFZ-Content GDYN

Melbourne, mit 4,1 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Australiens, ist bekannt als Ort, der niemals ruht. Mit 140 verschiedenen Kulturen gilt die Stadt als das Zentrum kulturellen Austauschs und verkörpert diesen Mix auch nach außen in seiner Architektur: So trifft in Melbourne hochmodernes Design auf denkmalgeschützte Architektur. In kaum einem anderen Stadtteil wird dieser Kontrast deutlicher als im Hafen-Vorort St. Kilda. Dieses Szene-Viertel gilt als schillerndste Region, die Melbourne zu bieten hat. Als Stadtteil voller Gegensätze zieht St. Kilda nicht nur Menschen verschiedenster Kulturen und Interessen an, sondern ist auch ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Endlose Sandstrände, wunderschöne Promenaden, der Luna Park mit der ältesten Achterbahn der Welt, Cafés, Bars oder Restaurants laden zum Entspannen und Wohlfühlen ein.

 {jathumbnail off}Aluminiumgewebe, ALU 6010, GKD, Kufferath

Einen bekannten Namen in der australischen Architekturszene haben sich die Architekten Elenberg Fraser gemacht. Inspiriert von der natürlichen Umgebung, wollen sie ein perfekt auf die jeweiligen Bedingungen abgestimmtes Projekt entwickeln, das offen für Interpretationen ist und alle Sinne beeinflusst. Kennzeichnender Stil des Architekten-Duos ist deshalb eine Architektur, die sich weder an Regeln, Symmetrien oder Konventionen hält und stattdessen den Fokus auf ein der Natur nachempfundenes und umweltfreundliches Design verlagert. Mit dem schillerndsten Objekt von St. Kilda, den Luna Apartments, setzten die Architekten hierfür ein erneutes Zeichen. Das fünfstöckige Apartmenthaus mit Restaurants, Geschäften und 72 Ein- und Zweiraum-Appartements spiegelt das heutige Lebensgefühl der Stadt wider – etwas Glamour, ein gewisses Urlaubsflair und sehr viel Ausstrahlung. Auf einer Grundfläche von rund 7.000 Quadratmetern zeichnet sich das Gebäude durch sein extravagantes Design aus. Wie ein bronzefarbener Pfeil passt sich der Komplex perfekt seiner Umgebung an. Seine beinahe schwebende Leichtigkeit erhält es durch die im Erdgeschoss von nur einer Säule getragenen, abgerundeten Spitze. Charakteristisches Merkmal der Luna Apartments ist die bronzene Haut, die sich wie ein Schleier um das Gebäude legt. Sicht- und Sonnenschutzelemente aus bronzefarben eloxiertem Aluminiumgewebe unterstreichen den puristischen Eindruck der klaren Linien und wirken geradezu magisch im Zusammenspiel mit Licht. Das hinter dem Gewebe liegende Glas erstrahlt ebenfalls in einem Bronzeschimmer.

Inspiriert für dieses außergewöhnliche Design wurden die Architekten durch das weltberühmte Filmprojekt Star Wars. Als Hommage an Prinzessin Leia entwarfen sie dieses futuristisch anmutende Gebäude. Mal vollständig verhüllte Kurven, mal sehr weiblich im metallisch bronzen schimmernden Bikini, reflektiert das Wohn- und Apartmenthaus in Form und Farbe Leias überirdische Erscheinung. Diese Wandlungsfähigkeit spiegelt sich auch in der Gebäudehülle wider: Mal bedeckt, mal offen nach außen – je nach Belieben der Bewohner. Ermöglicht wird diese Variabilität von Intimität und Offenheit mit beweglichen Sicht- und Sonnenschutzelementen sowie einer besonderen Lichttechnik. Nutzt der Bewohner die Beleuchtung im Inneren des Raumes, so ist dieser auch von der Straße einsehbar. Nutzt er jedoch die Außenbeleuchtung, die das Zimmer durch die vollverglaste, spiegelnde Front ebenso gut erhellt, sieht der Vorbeigehende nicht mehr als eine bronzen glänzende Fassadenfront, während der Bewohner, vor unerwünschten Blicken geschützt, das Treiben auf der Straße beobachten kann.

Aluminiumgewebe, ALU 6010, GKD, Kufferath

Unterstützt wird dieser Effekt durch die glänzende Sonnenschutzfassade aus dem bronzefarbenen Aluminiumgewebe »ALU 6010« von GKD. Im Tauchverfahren wurden die Paneele eloxiert. 289 unterschiedlich breite – teils fest, teils manuell klappbare – Sonnenschutzelemente prägen das Bild. Insgesamt rund 600 Quadratmeter Gewebe hüllen das Gebäude optisch nahtlos ein und verbessern durch die gezielt wählbare Verschattung bei gleichzeitig hoher Transparenz die Aufenthaltsqualität und Energieeffizienz. Mit durchschnittlich rund neun Sonnenstunden pro Tag im Januar würden sich die Räume im südaustralischen Sommer sehr schnell aufheizen. Die semitransparente Haut aus Metallgewebe schützt jedoch zuverlässig vor direkter Sonneneinstrahlung und lässt dennoch das Tageslicht ungehindert ins Gebäudeinnere. So werden die Kosten für den Energieverbrauch von Klimaanlagen und zusätzlicher Beleuchtung enorm reduziert. Alle Gewebepaneele wurden an den Rändern so um den Rahmen herum gefaltet, dass der optisch fugenlose, bronzene Mantel entstand, der Realität und Fantasie vereint.

GKD – Gebr. Kufferath AG, www.gkd.de

Bilder: Elenberg Fraser / Peter Clarke Photography

 


AnzeigeBFZ-Content GDYN